Housesitting in New York Erfahrungen: Interview mit Jenni & Marc

Housesitting in New York gehört zu den Erfahrungen, die man so schnell nicht vergisst. Statt als klassische Besucher durch die Stadt zu ziehen, lebt man mitten in einer echten Nachbarschaft, übernimmt Verantwortung für Haus und Tiere und erlebt den Alltag einer der bekanntesten Metropolen der Welt aus einer ganz neuen Perspektive.

Wie sich das anfühlt, erzählen uns Jenni und Marc, die auf Instagram unter @zweiuntervegs über ihre Reisen berichten. Die beiden waren von Oktober 2023 bis September 2024 auf Weltreise und nutzen heute jede freie Minute ihres Vollzeitjobs, um weiter unterwegs zu sein. Ihr Housesit in New York zählt zu ihren größten Highlights, nicht zuletzt wegen Hund Oliver, der ihren Alltag in der Stadt maßgeblich geprägt hat.

Im Interview berichten sie, wie sie ihren Housesit gefunden haben, wie sich Housesitting in einer Megacity wie New York organisiert und warum diese Erfahrung für sie weit mehr war als nur eine günstige Unterkunft.

Jenni & Marc in den USA: Housesitting in New York gefällt ihnen sehr gut.
Jenni & Marc von @zweiuntervegs in den USA (Bryce Canyon NP)

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Interview: Housesitting in New York Erfahrungen & Tipps

Wie Jenni & Marc zum Housesitting in New York gekommen sind

1. Wie seid ihr überhaupt zum Housesitting gekommen und wann kam der Wunsch auf, das einmal in New York auszuprobieren?

Während unserer Weltreise sind wir über Instagram auf das Thema Housesitting aufmerksam geworden. Die Idee, auf ein Tier und die Wohnung von jemand anderem aufzupassen und dabei die Umgebung nicht als Tourist, sondern wie ein Local zu erleben, fanden wir sofort spannend.

Nachdem wir bereits fünf Housesits gemacht hatten, drei davon in den USA, war New York die letzte Station unserer Route. Wir wollten unbedingt auch dort einen Housesit bekommen und das hat zum Glück sogar geklappt.

2. Was hat euch an New York als Housesitting-Destination besonders gereizt und wie lange wart ihr dort im Einsatz?

Uns hat gereizt, eine Weltmetropole wie New York aus der Perspektive eines Locals zu erleben. Jeder Housesit hat seine Besonderheiten, zum Beispiel unterscheiden sich Dogparks in jedem Land. Wir wollten sehen, wie das Leben mit Hund in New York funktioniert: die Routine, die Spaziergänge, das Leben in einer Großstadt.

Insgesamt hat unser Housesit zehn Tage gedauert.

3. Wie lief eure Ankunft in New York und die Übergabe mit den Hosts ab und was hat euch dabei besonders überrascht?

Wir sind direkt vom Flughafen zum Housesit gefahren. Der Besitzer musste noch arbeiten, aber wir durften unsere Koffer abstellen und Hund Oliver kurz kennenlernen. Überraschend war, dass wir die erste Runde mit Olivers Dogsitter gemacht haben, um die Routine kennenzulernen. Später haben wir festgestellt, dass Dogsitter in New York völlig normal sind, so wie man es aus Filmen kennt. Das war nicht unser letzter Kontakt mit einem Dogsitter, dazu später mehr.

Jenni & Marc beim Housesitting in New York, USA, mit Hund Olli
Jenni & Marc mit Housesitting-Hund Olli in New York, USA

Plattformen für Housesitting in New York

4. Über welche Plattform habt ihr euren Housesit gefunden? Und wie zufrieden wart ihr mit den Angeboten für New York?

Wir haben den Housesit über die Plattform TrustedHousesitters gefunden. Das Angebot für New York ist gut, aber sehr gefragt.

Angebote & Nachfrage für Housesitter in New York

5. Wie schätzt ihr die Nachfrage in NYC ein: Ist es schwierig, einen Sit zu bekommen, oder stehen die Chancen mit einem guten Profil gut?

Mit einem guten Profil stehen die Chancen gut, aber man braucht auch etwas Glück, da die Anzeigen schnell vergeben sind.

Anmerkung der Housesitting-Welt-Redaktion: Sobald ein Housesitting-Inserat 5 Bewerber hat, ändert sich der Status automatisch auf „Reviewing applications“ und es sind keine weiteren Bewerbungen mehr möglich. Zu dem Thema weiterlesen: So finden wir die besten Housesits bei TrustedHousesitters.

Alltag mit Hund: Routinen, Regeln und Organisation

6. Welche Aufgaben hattet ihr während eures Housesits und wie hat Hund Oliver euren Alltag beeinflusst?

Der komplette Fokus lag auf Oliver. Unsere Hauptaufgabe war seine Betreuung und die festen Spaziergänge. Oliver hat unseren Alltag schon sehr geprägt. Seine Morgenroutine begann um 6:00 Uhr, um 6:30 Uhr ging es in den Dogpark zu seiner „Gang“. Dann eine weitere Runde um 12, 16 und 22 Uhr.

Unsere Sightseeingpläne haben wir um seine Spaziergänge herum organisiert, was für uns selbstverständlich war.

Am Ende jedes Housesits reinigen wir die gesamte Wohnung gründlich, so als wären wir gar nicht da gewesen, damit die Besitzer sich bei ihrer Rückkehr sofort wieder wohlfühlen.

7. Welche Besonderheiten gibt es bei der Tierbetreuung in New York, zum Beispiel Hundewiesen, Apartment-Regeln, Parks oder typische Tagesabläufe?

New York hat viele Dogparks, oft getrennt für kleine und große Hunde, in denen die Hunde frei laufen dürfen. Außerhalb gilt Leinenpflicht. In unserem Apartment mussten wir immer den Lastenaufzug nehmen, um die normalen Aufzüge sauber zu halten. Außerdem gibt es in der Stadt wenige Grünflächen und viele Bäume sind eingezäunt, damit Hunde sie nicht beschädigen.

8. Wie habt ihr die Organisation eurer Hosts erlebt und gab es kulturelle Unterschiede, die euch aufgefallen sind?

Die Organisation war top. Wie üblich hatten wir auch bei diesem Housesit vorab einen Kennenlern-Call, bei dem wir alle offenen Fragen und Aufgaben klären konnten. Überraschend war nur, dass uns der Dogsitter die Routine gezeigt hat, aber das war überhaupt nicht schlimm, sondern eine interessante Erfahrung und typisch New York.

Herausforderungen und Alltag in New York City

9. Welche Herausforderungen kann New York beim Housesitting mit sich bringen, zum Beispiel Verkehr, Lärm, lange Wege, teure Lebenshaltungskosten oder volle Parks?

Typisch Großstadt: Lärm, Schmutz und manchmal auch Glasscherben auf den Wegen. Vor allem mittags und nachmittags waren die Parks und die Stadt sehr voll, weshalb wir in dieser Zeit eher kürzere Runden eingeplant haben. Die längeren Spaziergänge fanden bewusst frühmorgens und später am Abend statt, wenn es ruhiger war.

Große Menschenansammlungen haben wir grundsätzlich gemieden, und Einkäufe oder andere Erledigungen haben wir ohne Oliver erledigt, um ihm unnötigen Stress zu ersparen. Im Vergleich zu anderen Housesits durfte Oliver in New York aufgrund seiner Größe außerdem keine Metro fahren. Hätten wir längere Strecken oder Ausflüge geplant, zum Beispiel in den Central Park, hätten wir dafür Uber Pets nutzen müssen.

10. In welchem Viertel habt ihr gewohnt und wie hat euch die Nachbarschaft gefallen?

Wir haben in Manhattan direkt am Union Square Park gewohnt: eine perfekte Lage, zentral und gut angebunden. Der Dogpark war direkt in der Nähe und die Metro ebenfalls, sodass wir die Zeit zwischen den Walks optimal nutzen konnten. Zusätzlich haben wir uns in der Umgebung sehr sicher gefühlt.

Housesitting-Hund im Park von New York.
Housesitting-Hund Olli beim Spielen im Dogpark von New York, USA.

Sightseeing und Budget: So plant man New York mit Housesit

11. Wie gut ließ sich euer Housesit mit Sightseeing und Ausflügen in New York verbinden?

Es ließ sich grundsätzlich gut verbinden, allerdings war eine gute Planung notwendig. Wir hatten den CityPass und konnten Highlights wie das Rockefeller Center oder das 9/11 Memorial relativ flexibel besuchen, indem wir unsere Aktivitäten an Olivers feste Spazierzeiten angepasst haben.

Je nachdem, wie viel man sehen und erleben möchte, kann das Ganze jedoch auch recht stressig werden, da man die Uhr immer im Blick behalten muss. Insbesondere um ausreichend Puffer für Verkehr, Stau oder mögliche Verspätungen einzuplanen und rechtzeitig wieder beim Hund zu sein. Auch körperlich kann es anstrengend sein, wenn man vom Sightseeing zurück zum Hund geht und anschließend wieder in die Stadt startet.

Nach dem Housesit haben wir bewusst noch zwei Nächte im Hotel angehängt, um unter anderem das Historische Museum zu besuchen. Dort verbringt man gerne einen ganzen Tag, was mit Hund deutlich schwieriger gewesen wäre.

12. Wie wirkt sich Housesitting in NYC auf das Reisebudget aus und würdet ihr sagen, dass man die Stadt dadurch entspannter genießen kann?

Es wirkt sich finanziell enorm aus, da Hotelübernachtungen – abhängig vom Reisezeitraum – schnell 150 bis 200 Euro pro Nacht kosten können. Ein großer Vorteil des Housesits war, dass wir ein Apartment mit Küche hatten. Dadurch konnten wir im Supermarkt Lebensmittel einkaufen und selbst kochen, was in einem Hotel so nicht möglich gewesen wäre und enorm Geld spart. Die Lebenshaltungskosten insgesamt empfanden wir nicht als deutlich höher als in Deutschland, solange man nicht ständig auswärts essen geht.

Durch die Ersparnis des Housesits konnten wir uns dafür kleine Extras gönnen, wie zum Beispiel den typischen Coffee‑to‑go während der ersten Hunderunde.

Gassigehen mit Housesitting-Hund im Park von New York, USA
Jenni geht Gassi mit Housesitting-Hund Olli in einem Park in New York, USA.

Highlights und persönliche Eindrücke

13. Wie gut hat sich der Housesit mit eurem damaligen Reisealltag beziehungsweise eurem heutigen Vollzeitjob vereinbaren lassen?

Für die Weltreise war es perfekt: Wir hatten Routine und Ruhe, konnten entschleunigen und Energie sammeln. Heute wäre es schwieriger, in Deutschland geht es dank Remotearbeit, aber für Auslandshousesits müssten wir Urlaub einplanen und die Urlaubstage sind bekanntlich leider begrenzt.

14. Was hat diesen Housesit in New York für euch zu einem Highlight gemacht?

Das Gefühl, ein Teil von New York zu sein, nicht als Tourist, sondern als Local mit Hund. Frühmorgens durch leere Straßen zu laufen, einen Kaffee in der Hand, Oliver an der Leine, das war unbezahlbar.

Zusätzlich haben wir viele Ecken und Straßen gesehen, die man als klassischer Tourist vermutlich nie betreten hätte, was uns New York noch einmal von einer ganz anderen, authentischen Seite gezeigt hat.

15. Gab es besondere Begegnungen mit Nachbarn, Hosts oder Menschen in der Umgebung, die euch in Erinnerung geblieben sind?

Ja, viele! In den Dogparks haben wir andere Hundehalter und Dogsitter kennengelernt, die offen über ihr Leben und ihre Jobs gesprochen haben. Oliver hat durch seine Größe und liebevolle Art tolle Gespräche mit Locals ausgelöst. Viele waren beeindruckt, wie sanft er trotz seiner Größe war.

16. Welche Momente mit Hund Oliver haben euch emotional besonders berührt?

Zwei Momente:
1. Mittags im Union Square Park, wo Oliver immer zu seinem Stammplatz wollte, um Eichhörnchen zu beobachten. Hier hätten wir Stunden bleiben können. 😀
2. Wenn Sirenen ertönten, jaulte Oliver wie eine Sirene mit, was oft für Lacher und nette Gespräche sorgte.

Hund und Mensch beobachten Eichhörnchen im Park von New York, USA.
Liebstes Hobby von Housesitting-Hund Olli: Eichhörnchen beobachten im Union Square Park

Tipps und Ausblick

17. Für wen eignet sich Housesitting in New York besonders gut und wem würdet ihr davon eher abraten?

Ideal für alle, die Verantwortung übernehmen und das echte Leben mit Tier in New York kennenlernen wollen. Weniger geeignet für Leute, die in kurzer Zeit möglichst viel Sightseeing machen möchten. Mit Hund ist das nur mit erhöhtem Aufwand und einigen Abstrichen möglich.

18. Welche Tipps gebt ihr anderen, die ihren ersten Housesit in New York planen?

Achtet auf die Lage! New York ist riesig. Wenn ihr z.B. in Brooklyn seid und jeweils 1 Stunde hin- und zurückfahren müsst, bleibt kaum Zeit zwischen den Spaziergängen. Das kostet Geld und Energie.

Richtet euch zusätzlich eine Benachrichtigung in der App ein, damit ihr sofort reagieren könnt, wenn eine passende Anzeige online geht. Schnelles Anschreiben und Bewerben auf einen Housesit in New York sind entscheidend.

19. Würdet ihr wieder in New York housesitten und welche Stadtteile würdet ihr beim nächsten Mal gerne ausprobieren?

Definitiv! Am liebsten wieder Manhattan, aber näher am Central Park, den hätten wir gern mit Oliver erkundet, doch er war zu weit entfernt. New York ist uns mit Hund so bleibend in Erinnerung geblieben, dass wir uns immer wieder gern an die Zeit zurückerinnern und uns gar keinen Urlaub in NY ohne Hund vorstellen können.

Fazit: Lohnt sich Housesitting in New York?

Housesitting in New York kann intensiv sein, lohnt sich aber genau deshalb. Jenni & Marc haben in Manhattan direkt am Union Square Park gewohnt und die Stadt dadurch nicht nur „gesehen“, sondern wirklich gelebt, mit festen Routinen rund um Hund Oliver.

Wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und Sightseeing um Spaziergänge herum zu planen, wird mit echten Local-Momenten belohnt, die kein Hotelaufenthalt so liefert. Und ganz nebenbei spart man in NYC oft richtig viel Geld, vor allem durch eine eigene Küche.

So wirst du selbst zum Housesitter in New York

Du möchtest New York nicht nur besuchen, sondern den Alltag der Stadt wirklich erleben? Dann ist Housesitting eine spannende Möglichkeit, länger zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und die Metropole aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen.

Eine der beliebtesten Plattformen dafür ist TrustedHousesitters. Dort findest du weltweit Housesits mit Tierbetreuung und kannst dich gezielt auf passende Angebote in New York und den USA bewerben.

Wichtig ist ein aussagekräftiges Profil: Sei ehrlich, sympathisch und zuverlässig, erzähle etwas über dich und deine Motivation und gehe unbedingt auf deine Erfahrung mit Tieren ein. Freundliche Fotos, gerne auch mit Haustieren, helfen zusätzlich dabei, Vertrauen aufzubauen.

Die Anmeldung bei TrustedHousesitters ist zunächst kostenlos*. Um dich auf einen Housesit bewerben zu können, benötigst du eine kostenpflichtige Mitgliedschaft. In der folgenden Übersicht siehst du, welche Optionen es gibt und was sie jeweils beinhalten.

Für Sitter gibt es die folgenden drei Optionen für jährliche Mitgliedschaften bei TrustedHousesitters:

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  • zzgl. Buchungsgebühr von ca. 10 € pro vereinbartem Sit
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Sobald dein Profil steht, kannst du Suchfilter und Benachrichtigungen für New York und die USA einstellen. So wirst du sofort informiert, wenn ein neues Angebot online geht. Gerade in Städten wie New York ist schnelles Reagieren entscheidend, da viele Inserate nach wenigen Bewerbungen geschlossen werden.

Tipp: Viele US-amerikanische Hosts suchen Housesitter über Weihnachten und Neujahr sowie in den Sommerferien, da sie in dieser Zeit selbst verreisen.

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