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Housesitting in Deutschland: So funktioniert „Test-Wohnen“ mit Haustieren

Housesitting in Deutschland wird immer beliebter und ist für viele eine spannende Möglichkeit, das eigene Land noch einmal ganz neu zu entdecken. Statt in Hotels zu übernachten, lebt man im Zuhause von Einheimischen, während die Besitzer verreist sind, kümmert sich um Haus und Tiere und darf dafür kostenfrei dort wohnen. Wer Häuser hütet, spart nicht nur Geld, sondern erlebt Städte so authentisch, wie man es sonst kaum kann.

Wie das funktioniert, was man dabei beachten sollte und wie es sich anfühlt, als alleinreisende Housesitterin durch verschiedene Städte zu ziehen, erzählt uns heute Michelle. Auf Instagram teilt sie unter @michellemiluna ihre Langzeitreise und ihren Blick auf verschiedenste Lebensweisen.

Im Interview berichtet sie, wie sie passende Sits findet, was ihr Sicherheit gibt und warum Housesitting für sie die ideale Art ist, Städte in Ruhe „testzuwohnen“, bevor sie sich für einen neuen Wohnort entscheidet.

Auch Housesitting erlebt? Erzähle deine Story im Interview: Schreibe für uns.

Michelle beim Housesitting in Deutschland
Michelle beim Housesitting in Deutschland (Bild: @michellemiluna)

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Housesitting in Deutschland: Michelle berichtet von ihren Erfahrungen

Housesitting in Deutschland: Wie kommt man dazu?

1. Wie bist du zum ersten Mal auf Housesitting aufmerksam geworden – und was hat dich motiviert, gerade auch in Deutschland zu housesitten?

Mein erster Housesit war in Singapur, wo ich auf einen kleinen, süßen Cockapoo namens Nacho, aufgepasst habe. Damals hatte ich das in der Travel Community auf Instagram immer mal wieder gesehen und bin neugierig geworden, denn ich liebe Hunde. Das wollte ich selbst mal probieren!

In vielen Ländern in Asien hatte sich das finanziell oft nicht gelohnt, da die Unterkunftspreise sowieso relativ niedrig sind. Aber da Singapur verhältnismäßig teuer ist, habe ich dort damit angefangen. Weil es so unglaublich viel Spaß gemacht hat, habe ich in Deutschland weitergemacht.

2024 habe ich fast nur remote gearbeitet und so wollte ich in vielen Städten „test-wohnen“, um später solide entscheiden zu können, in welche Stadt ich ziehen möchte.

2. In welchen Regionen oder Städten in Deutschland hast du bisher gesittet und wie lange insgesamt? Welche Orte in Deutschland möchtest du als Housesitterin noch erleben?

Meine Housesits waren größtenteils in Großstädten, da ich dort den Vibe, das Sportangebot und verschiedene Wohngebiete ausprobieren wollte. Darunter fielen zum Beispiel Hamburg (Altona und Eimsbüttel), Köln-Ehrenfeld, München sowie Berlin (Prenzlauer Berg und Mitte).

Im Nachhinein hätte ich Düsseldorf, Freiburg und Hannover auch noch gerne ausprobiert. Dort kommen jedoch öfter mal Housesits für ein Wochenende rein, also: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben 🙂

Die Housesits, die ich in Deutschland gemacht habe, waren zwischen 4 Tagen und 2 Wochen lang.

3. Wie lief dein erster Housesit in Deutschland ab, und was ist dir als alleinreisende Housesitterin dabei besonders aufgefallen? Was gibt dir Sicherheit?

Mein erster Housesit in Deutschland (Berlin Mitte) war eine der schönsten Erfahrungen überhaupt. Die Gastgeber waren so lieb zu mir und brachten mir sogar Geschenke aus ihrem Urlaub mit. Ich passte auf einen Hund und eine Katze auf und fühlte mich danach, als wären wir eine Familie geworden. Berlin Mitte ist wunderschön und sehr sicher und im Sommer sowieso immer eine gute Idee. Eine 10/10.

Sicherheit gibt es mir hier, die Wohngegend zu recherchieren und wirklich nur solche auszuwählen, die mir zu 100 % gefallen. In keiner Sekunde war es ein Nachteil oder unangenehm, dass ich alleine dort war. Aber natürlich sollte man u.a. auch bei Ankunft und Abreise darauf achten, zu welcher Uhrzeit man wo mit dem ganzen Gepäck rumläuft.

Plattformen für Housesitting in Deutschland

4. Über welche Plattformen findest du Housesits in Deutschland und wie zufrieden bist du mit den Angeboten?

Ich nutze ausschließlich TrustedHousesitters, denn ich finde es einfacher, sich Referenzen auf einer einzigen Plattform aufzubauen. Durch den Fokus auf den Aufbau von Referenzen ist es meiner Meinung nach leichter, beliebte Housesits zu bekommen.

Wie groß ist die Nachfrage nach Housesittern in Deutschland?

5. Wie schätzt du die Nachfrage hier ein: Ist es eher hart umkämpft oder bekommt man in Deutschland gut einen Sit? Welche Tipps gibst du anderen, die in Deutschland Housesits suchen?

Es kommt wirklich auf den Ort an. Beliebte Orte wie Prenzlauer Berg in Berlin sind hart umkämpft. Man muss Push-Benachrichtigungen aktiviert haben und innerhalb weniger Sekunden die Bewerbung losschicken. Ich glaube, es gibt einige Punkte, die dabei helfen, einen Housesit zu bekommen, egal wie viel „Konkurrenz“ es gibt. Mir hat es damals sehr geholfen, zu betonen, dass ich aus dem Homeoffice arbeite und deswegen viel Zeit mit den Tieren verbringen kann. Selbstverständlich ist das ein wichtiges Kriterium für alle Tierbesitzer:innen. Aber man kann sicher auch anders nachweisen, dass man die Tiere nicht so viel alleine lassen wird. Ein anderer Tipp, den ich immer wieder geben würde: Als Abschiedsgeschenk wirkt ein Foto vom Haustier mit ein paar netten Worten Wunder.

6. Wie lässt sich Housesitting in Deutschland mit Remote-Work, Stadtleben oder Ausflügen verbinden?

Für mich hat der Mix aus Remote-Work und Ausflügen sehr gut funktioniert. Abends zum Sport oder am Wochenende für einen Ausflug konnte ich die Hunde auch mal alleine lassen. Für Housesitter, die öfter für Ausflüge losziehen möchten, würde ich Housesits mit Katzen empfehlen, da sie weniger intensive Betreuung brauchen.

schwarze Katze beim Housesitting in Deutschland
Katzensitting in Deutschland (Bild: @michellemiluna)

Ist Housesitting in Deutschland angekommen?

7. Hast du den Eindruck, dass Housesitting in Deutschland überhaupt schon richtig angekommen ist?

Housesitting ist in Deutschland an bekannten Orten definitiv angekommen.

🇩🇪 Jetzt weiterlesen: „Ist Housesitting endlich in Deutschland angekommen?“

Besonderheiten deutscher Gastgeber

8. Waren deine Hosts überwiegend „typisch deutsch“ – oder eher Menschen, die aus dem Ausland kommen oder längere Auslandszeiten gewöhnt sind? Wie reagieren Gastgeber und Außenstehende darauf?

Viele Zugezogene aus dem Ausland nutzen das Angebot, da sie weniger Kontakte vor Ort haben, die auf die Tiere aufpassen könnten. Ich habe jedoch auch ein paar Housesits bei Leuten gemacht, die schon ihr Leben lang in Deutschland leben und das Konzept irgendwo zufällig kennengelernt haben. Das waren meistens sehr weltoffene Menschen.

Viele Leute fühlen sich aber unwohl damit, ihr Zuhause einer fremden Person zu überlassen – daher ist das Angebot wahrscheinlich noch nicht voll ausgereift. Menschen, mit denen ich beim Gassigehen ins Gespräch gekommen bin, waren immer sehr interessiert an dem, was ich mache.

Gassi gehen beim Housesitting in Deutschland
Michelle geht Gassi mit Housesitting-Hund in Deutschland (Bild: @michellemiluna)

Tierbetreuung in Deutschland: Das erwartet dich

9. Gibt es Besonderheiten im Umgang, in der Organisation oder in den Erwartungen deutscher Gastgeber? (z. B. Pünktlichkeit, Regeln, Schlüsselübergabe)

Definitiv! Den Unterschied habe ich wie einen Kulturschock erlebt, als ich in Australien ein paar Housesits gemacht habe. Ich war verblüfft, wie wenig Informationen mir gegeben wurden und wie entspannt man damit umgegangen ist. Es war anders, aber ich fand das toll. Man hatte das Gefühl, dass einem Vertrauen entgegengebracht wird.

Umso lustiger war mein erster Housesit zurück in Deutschland bei einer Japanerin in Bonn. Dort habe ich alles bis ins kleinste Detail erklärt bekommen.

10. Welche Tiere hast du in Deutschland betreut, und unterscheidet sich der Aufwand von Sits in anderen Ländern?

In Australien beispielsweise war Housesitting viel weniger Aufwand. Dort wurde generell erwartet, dass man nur zweimal am Tag Gassi geht, und die Routine war sehr locker.

Ich glaube, wir haben in Deutschland eine sehr ausgeprägte Tierliebe, die wir auch durch einen besonders hohe Sorgfalt im Umgang mit den Tieren zum Ausdruck bringen. In der Regel werden bei Housesits in Deutschland ganz genaue Uhrzeiten zum Gassigehen und Füttern angegeben. In Australien war das nicht so.

Ich glaube, es ist unser Pflichtbewusstsein und unsere Regelkonformität, die hier den Unterschied machen. Ich habe zu Anfang überwiegend auf Hunde aufgepasst, weil ich da Erfahrung hatte. Mittlerweile wähle ich aber auch oft Housesits mit Katzen.

Was man vor dem Housesitting in Deutschland wissen sollte

11. Gibt es Herausforderungen, die speziell hier auftreten (z. B. Terrasse statt Garten, Winterheizung, Mülltrennung oder Bürokratie)?

In Deutschland wird schon erwartet, dass man sich sehr sorgfältig an die vorgegebenen Regeln hält und entsprechend pflichtbewusst ist. Aber das ist auch nur eine Tendenz.

Ich habe gelernt, dass es sehr abhängig von der Persönlichkeit der Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer ist. Da spielt das Land manchmal gar keine Rolle.

12. Wie lang sind typische Housesitting-Zeiträume in Deutschland? Eher ein Wochenende, zwei Wochen oder länger?

Ich würde ein bis zwei Wochen als Standard ansetzen, aber man findet alles. Ab und zu sehe ich auch Housesits für einen Tag oder sogar drei Monate.

13. Welche Regionen empfiehlst du besonders zum Housesitting in Deutschland und warum?

Berlin Mitte und Prenzlauer Berg, Hamburg Eimsbüttel, Köln Lindenthal und Ehrenfeld, weil der Vibe dort sehr gut ist und das Angebot entsprechend vielfältig, um alleine keine Langeweile zu bekommen.

Wie immer kommt es auf deine Persönlichkeit an: Welches Umfeld gefällt dir denn am besten? Städtisch oder ländlich? Aber vergiss nicht, dass die Verkehrsanbindung gut genug sein sollte.

14. Was braucht man aus deiner Sicht an Dokumenten oder Nachweisen, z. B. Führungszeugnis, Versicherung, Führerschein?

Man benötigt grundsätzlich nichts.

Anmerkung der Redaktion von Housesitting-Welt: Um sein Profil zu verifizieren, muss man bei einigen Plattformen wie z.B. TrustedHousesitters, seinen Personalausweis oder Reisepass als Bild hochladen.

Michelles Highlights – und ihre ehrlichen Flops

15. Was hat dich beim Housesitting in Deutschland positiv überrascht oder bereichert? Gab es Begegnungen oder Momente, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?

Besonders positiv fand ich, wenn die Besitzerinnen und Besitzer mir Abschiedsgeschenke mitgebracht oder Snacks als Willkommensgeschenk hingestellt hatten. Ich konnte einige tolle langfristige Beziehungen mit Gastgeberinnen und Gastgebern aufbauen und dadurch auch schon Housesits wiederholen. Und natürlich sind die Momente und schönen Videos/Fotos mit den Tieren das, was ich für immer in Erinnerung behalten werde.

Aber wie bei allem im Leben wird man auch hier nicht von den Flops verschont: Ich musste bei einem Housesit in München auf einer kleinen, harten Couch in einem stickigen Zimmer schlafen. Die Besitzer waren extrem unzuverlässig. Mir wurde die Tür bei Ankunft 15 Minuten lang nicht geöffnet und der Hund war sehr schlecht erzogen. Ich war froh, als es vorbei war. Als Krönung der Erfahrung habe ich ohne Worte einen Stern bei der Bewertung abgezogen bekommen und das haben sie wohl bei fast jedem so gemacht. Hier kann es helfen, auch mal vorab zu schauen, welche Bewertungen die Gastgeber den Housesittern hinterlassen.

Hund beim Housesitting in Deutschland
Niedlicher Hund beim Housesitting (Bild: @michellemiluna)

16. Was macht Housesitting in Deutschland für dich persönlich so besonders?

Jede Person hat andere Gründe, Housesitting zu machen, aber für mich war es die Tatsache, dass ich ohne großes Risiko Städte zum Wohnen ausprobieren kann.

So habe ich meine Traum-Wohngegend in Köln gefunden.

Für wen eignet sich Housesitting in Deutschland?

17. Für wen eignet sich Housesitting in Deutschland besonders gut, und wem würdest du eher davon abraten?

Housesitting in Deutschland ist absolut nicht geeignet für Menschen, die eine kostenlose Unterkunft suchen, aber gar kein echtes Interesse an den Tieren haben. Dafür sind die Erwartungen der Besitzerinnen und Besitzer zu hoch.

Fazit: Housesitting in Deutschland – ideal zum Ausprobieren, Ankommen und Wohlfühlen

Michelles Erfahrungen zeigen, wie vielseitig Housesitting in Deutschland sein kann. Für sie war es die perfekte Möglichkeit, verschiedene Städte in Ruhe auszuprobieren, den Alltag zu testen und gleichzeitig die Nähe zu Tieren zu genießen. Genau das macht Housesitting so besonders: Es verbindet Reisen, Struktur, Alltag und Freiheit auf eine sehr natürliche Art.

Wenn du selbst Lust hast, in Deutschland Housesitting auszuprobieren, empfehlen wir dir eine Plattform wie TrustedHousesitters*. Dort findest du regelmäßig Sits in deutschen Städten – perfekt, um günstiger zu reisen oder wie Michelle neue Wohnorte kennenzulernen. Mit einem aussagekräftigen Profil steigen deine Chancen enorm, den passenden Sit zu bekommen und tolle Gastgeber kennenzulernen.

Die Anmeldung bei TrustedHousesitters ist erstmal komplett kostenlos*. Um dich auf einen Housesit zu bewerben, benötigst du eine kostenpflichtige Housesitter-Mitgliedschaft. In der folgenden Tabelle siehst du die Jahrespreise & was die Mitgliedschaften unterscheidet:

Für Sitter gibt es die folgenden drei Optionen für jährliche Mitgliedschaften bei TrustedHousesitters:

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Basic
Sitter

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  • günstigste Variante bei TrustedHousesitters
  • weltweit Housesitting-Angebote finden und sich darauf bewerben
  • zzgl. Buchungsgebühr von ca. 10 € pro vereinbartem Sit
  • begrenzte Benachrichtigungen für neue Angebote

Beliebt

Standard
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149€

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Sitter

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Suchfilter für Deutschland einstellen:

Sobald dein Profil steht, kannst du gezielt nach Angeboten in Deutschland suchen. Zum Beispiel kannst du in der App von TrustedHousesitters auch Suchfilter und Suchticker anlegen. So wirst du benachrichtigt, wenn ein Angebot reinkommt, das deinen Kriterien entspricht.

Tipp: Viele deutsche Hosts suchen Housesitter über Weihnachten und Neujahr sowie in den Sommerferien, weil sie in dieser Zeit selbst verreisen.

Vielleicht inspiriert dich Michelles Geschichte ja dazu, deine eigene Housesitting-Reise zu starten. Wir sind gespannt, welche Erfahrungen du machst.

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